Veganes Wandern: 7½ Tipps für deinen veganen Hiking-Trip

Alles, was du für deine vegane Wanderung wissen solltest
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Wandern ist eine tolle Möglichkeit, wie du deinen Urlaub verbringen kannst. Es ist ökologisch, entschleunigt ungemein, hält dich fit und ist die beste Art, Land und Leute kennenzulernen.

 

Gute Vorbereitung im Hinblick auf die Reiseroute und dein Equipment ist dabei ein Muß, damit du vor Ort keine unliebsamen Überraschungen erlebst.

Als Veganer musst du jedoch auch besonders darauf achten, dass du jeden Tag gut versorgt bist, was je nach der Gegend, in der du wanderst oder den Etappen, die du dir vornimmst, eine echte Herausforderung sein kann.

Aber keine Sorge, das ist alles machbar!

Ich habe mittlerweile eine ganze Reihe von veganen Wanderungen hinter mit und kann dir versichern, dass mit ein wenig Planung im Vorwege alles gut zu bewältigen ist.

Damit du die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, nicht erst selbst und womöglich mit knurrendem Magen machen musst, habe ich hier meine 7½ Tipps für deine vegane Wanderung für dich zusammengestellt.


Tipp #1: Gute Vorbereitung ist alles!


Natürlich erfordert jede Wanderung ein gewisses Maß an Vorbereitung.

Als veganer Wanderer solltest du jedoch das Augenmerk auf ein paar zusätzliche Aspekte richten, denn je nach Ziel und Dauer deiner Wanderung kann es unterschiedlich schwierig sein, sich pflanzlich zu ernähren.

Mach dich daher auf jeden Fall vorher schlau, was die regionale Küche in veganer Hinsicht zu bieten hat, damit du weißt, welche Mahlzeiten und Gerichte für dich in Frage kommen.

Außerdem schadet es nichts, wenn du ins Ausland reist, eine landessprachliche Erklärung deiner Ernährungsweise parat zu haben.

Sehr hilfreich ist dabei der kompakte “Vegan passport” für 79 Sprachen und mit bildhaften Darstellung oder eine entsprechende App*, wenn du dein Smartphone auf deinem Trip dabei hast (s. dazu auch Tipp #2).

In touristisch gut erschlossenen Regionen können zudem die Touristinformationen im Vorwege oder vor Ort eine gute Anlaufstelle sein und dich mit Informationen zu veganen Restaurants und Läden versorgen.

Markiere dir außerdem entlang deiner Route auch vorher schon potentielle Einkaufsmöglichkeiten.

Gerade in einsamen Gegenden sind oft größere Umwege erforderlich, um die eigenen Vorräte wieder aufzufüllen. Daher ist es sinnvoll, wenn du dies vorher einplanst.


Tipp #2: Nutze Social Media und vegane Apps!


Schwarmwissen kann auch bei der Vorbereitung deiner veganen Wanderung eine große Hilfe sein.

Frag doch einfach mal in (d)einer veganen Facebookgruppe nach, ob jemand schon einmal an deinem Reiseziel wandern war und welche Tipps und Ratschläge es dazu gibt.

Das gleiche gilt für lokale vegane Gruppe an deiner Destination.

Erfahrungsgemäß sind andere VeganerInnen sehr hilfsbereit und stehen auswärtigen Gästen sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Und natürlich sind vegane Apps eine große Hilfe.

Happy Cow* und Vanilla Bean* helfen dir, vegane Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung zu finden.

Der oben schon erwähnte Vegan Passport* oder auch die App V Cards* unterstützen dich dabei, deinen Wunsch nach veganer Ernährung, in den unterschiedlichsten Sprachen zu artikulieren.


Tipp #3: Informiere deine Unterkünfte!


Veganes Wandern

Bei meinen Wanderungen bin ich auf den Hütten, in den Hotels, in den Jugendherbergen oder den Bed & Breakfast-Unterkünften sehr oft mit meiner veganen Ernährung auf Interesse und offene Ohren gestossen.

Viele Gastgeber sind sehr bemüht, dich mit einer veganen Mahlzeit zu versorgen.

Am einfachsten machst du es ihnen, wenn du sie vorher über deine Wünsche informierst.

Schreib es am besten gleich mit in das Buchungsformular, dass du Veganer bist und ruf’ nach Möglichkeit ein paar Tage vorher noch einmal an, um sie daran zu erinnern.

Du wirst erstaunt sein, wie hilfsbereit man in den meisten Fällen ist.

Natürlich habe ich es auch schon erlebt, dass meine Wünsche komplett ignoriert wurden, aber dann kannst du immer noch ein wenig improvisieren, was mich direkt zu meinem nächsten Tipp bringt.


Tipp #4: Improvisation ist alles!


Wenn es denn tatsächlich mal nicht klappt mit einer veganen Mahlzeit, ist Improvisation gefragt.

Gerade was das Frühstück anbelangt, denn hungrig und mit knurrendem Magen auf die nächste Etappe zu gehen ist keine gute Idee.

Insofern ist es gerade morgens wichtig, dass du deine Speicher ordentlich auffülsst, um Kraft und Ausdauer für den Tag zu haben.

Einen kleinen Obstsalat kannst du dir oftmals aus verschiedenen Früchten zusammenschnippeln. Ein paar Haferflocken drüber und schon hast du ein nettes kleines Frühstück.

Brot mit Marmelade geht auch immer.

Meine Lieblingsimprovisation, die in fast allen Unterkünften machbar ist, ist übrigens Müsli mit Orangensaft.

War zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile find ich es richtig prima.

Probier’s doch einfach mal aus.


Tipp #5: Fragen kostet nix!


Manchmal sind auch Lebensmittel vegan, von denen man es gar nicht erwarten würde.

So habe ich in der Schweiz schon Croissants zum Frühstück serviert bekommen, die ich erst nicht essen wollte, bis man mir versicherte, dass sie ohne tierische Produkte hergestellt wurden.

Zudem sind viele regionale Lebensmittel, die du vielleicht gar nicht kennst, möglicherweise vegan.

Also: Frag ruhig nach!

Und erstaunlich oft findet sich in der hintersten Kühlschrankecke der Hotel- oder Jugendherbergsküche auch noch eine Packung Sojamilch – für die laktoseintoleranten Gäste. 😉


Tipp #6: Steck immer eine Notration ein!


Veganes Wandern

Natürlich gilt dieser Tipp nicht nur für vegane Wanderer: Eine Notration ist Pflicht!

Schließlich weißt du nie, wann du die nächste Verpflegungsmöglichkeit erreichst.

Mal macht dir das Wetter einen Strich durch die Rechnung oder der Gasthof, in dem du essen und trinken wolltest ist geschlossen.

Dafür solltest du immer einen Notfallsnack im Rucksack haben-

Am besten sind in diesem Fall ein paar Müsliriegel, Nüsse und Trockenobst geeignet.

Das alles lässt sich gut transportieren, sättigt einigermaßen und bringt dich über den gröbsten Hunger.


Tipp #7: Versorg dich auch auf dem Weg immer wieder!


Je nach Jahreszeit und Region kannst du dich auf Wanderungen auch prima auf dem Weg versorgen.

Beeren und andere Früchte werden dir von der Natur kostenlos angeboten und können ein herrlicher Snack zwischendurch sein.

Natürlich gilt hier: Iss nur, was du auch kennst und achte auf Schädlinge und Verunreinigungen!

Möglicherweise gibt es auf deiner Route auch Verkaufsstände von Bauernhöfen mit frischen und günstigen lokalen Produkten.

Leg da einfach eine kleine Pause ein und versorge dich.

Versuch aber der Verlockung zu widerstehen, zu viel zu kaufen und danach zu viel Gewicht mit dir herum zu schleppen.


Tipp #7½: Trinken nicht vergessen!


Jetzt habe ich so viel über Essen geschrieben, aber auch beim Wandern gilt: Denk daran, dich regelmäßig und ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen!

Durch die körperliche Tätigkeit ist der Flüssigkeitsbedarf deines Körpers höher als gewöhnlich.

Eine, am besten sogar zwei, wiederbefüllbare Trinkflasche(n) ist/sind daher ein absolutes Muss.

Ich kann dir dafür bspw. die Aluminumflaschen von Sigg* empfehlen, die leicht, schadstofffrei, auslaufsicher und stabil sind.

Zudem gibt es sie in unterschiedlichen Größen* – je nach deinen Anforderungen.

Als Getränk bietet sich Wasser an – wenn du viel schwitzt, gerne um eine Prise Salz angreichert, um den Salzverlust auszugleichen.

Wenn du es gerne etwas süßer magst, eignet sich Apfelschorle oder auch ein anderer Schorlenmix ganz hervorragend.


So, mit diesen 7 ½ Tipps sollte auf deiner veganen Wanderung eigentlich nichts mehr schief gehen.

Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner Reise!

Wenn ich etwas vergessen haben sollte oder du mir von deinen eigenen Erfahrungen berichten möchtest, dann freue ich mich auf deinen Kommentar zu diesem Artikel oder eine Mail von dir.


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