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Restaurant-Check Hamburg: The Vegan Eagle

Vegan geniessen abseits der Szene-Viertel
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Ein veganer Adler ist vor etwas mehr als einem Jahr in Hamburg gelandet. Und das nicht etwa in einem der hippen Viertel wie der Schanze oder in Ottensen und auch nicht im feinen Pöseldorf, sondern in unmittelbarer Flughafennähe in Hamburg-Langenhorn.

Unter der Adresse Wischhöfen 4 findet man hier, gleich hinter einer Tankstelle und in der direkten Einflugschneise des Airports gelegen, das vegane Restaurant „The Vegan Eagle“, das im Sommer 2014 von Betreiber Konstantin Elser und seinem Team eröffnet wurde.

Ich habe für dich mal gecheckt, ob sich ein Ausflug nach Langenhorn lohnt.

Kein Hipster-Restaurant

An einem Sonntagabend macht sich das insgesamt vierköpfige „Ich bin jetzt vegan!“-Testteam auf in Hamburgs Norden. Tischreservierungen sind im „Vegan Eagle“ (warum eigentlich?) nicht möglich, weshalb wir auf dem Weg dorthin schon über mögliche Alternativen nachdenken, falls wir keinen Platz bekommen sollten. Die Sorge ist nicht ganz unberechtigt, denn trotz seiner Lage abseits aller Hamburger Hipster-Spots und des frühen Sonntagabends ist das Restaurant nahezu komplett gefüllt. Wir haben Glück, können den letzten Tisch ergattern und schauen uns erstmal um.

Das Publikum im „Vegan Eagle“ ist bunt gemischt, angenehm normal und unprätentiös. Von Familien mit Kleinkindern bis hin zu älteren Menschen sind alle Altersgruppen vertreten. Die Einrichtung, inkl. des Geschirrs und Bestecks, ist aus Nachhaltigkeitsgründen Second Hand. An sich ein sympathischer Gedanke, allerdings hätte ich mir ein bisschen mehr Geschmack und Stil bei der Auswahl gewünscht. Die dunkle Deckendekoration scheint noch vom vorherigen China-Restaurant übrig geblieben zu sein und die Wandgemälde erinnern ein wenig an 11. Klasse Kunst-AG.

Die offene Küche sorgt, neben dem Vorteil, Küchenchef Konstantin und Koch Benni bei der Arbeit zusehen zu können, leider auch dafür, dass unsere Klamotten später ziemlich nach Essen riechen werden –  grundsätzlich nicht weiter schlimm, aber wer nach dem Restaurantbesuch noch ein Date oder einen geschäftlichen Termin haben sollte, muss sich vielleicht noch einmal durchlüften.

Hübsche Idee: die Speisenkarten werden in Lucky Luke-Heften gereicht.

Von Burger bis Chili

Wir entscheiden uns dafür, die Vorspeisen auszulassen und wenden uns gleich den Hauptgerichten der Herbstkarte zu. Auf die Teller kommen der VEagle Burger (Hafer-Bio-Grünkern-Patty im weichen Weizenbrötchen, Burger Sauce, Eggplant-Bacon und Coleslaw), das 5 Bean Chili (serviert mit Weizentortilla, würziger Guacamole, Sojaschmand und rauchiger Chipotle Sauce), der Gebackene Hokkaido-Kürbis (gefüllt mit Rahmwirsing und gerösteten Kürbiskernen, serviert mit kräftiger Bratensauce und Preiselbeerkompott) sowie die Süßkartoffel-Couscous-Bowl (orientalisch gewürzt, mit geschmorten Zwiebeln und Karotten, gerösteten Mandeln, serviert auf knackig kühlem Eisbergsalat). Das scharfe rote Thai-Curry, für das ich mich alternativ zum Burger interessiere, ist leider nur „scharf“ und nicht milder zu bekommen, weshalb es leider für mich wegfällt – schade.

Das Personal im „Vegan Eagle“ ist aufmerksam und sehr freundlich und das Essen steht schon bald auf dem Tisch. Kaum genug Zeit, um die köstlichen Eagle Drinks (in diesem Fall Orange Ginger Macchiato und Rumtopf-Kola) ausreichend zu würdigen. Die Speisen sind nett angerichtet, wobei mich die eigenwille Mischung an Tellern doch eher an eine WG-Küche erinnert und den optischen Eindruck schon ein wenig schmälert.

Leckere Hauptspeisen und tolles Dessert

Von den Gerichten sind wir durchweg sehr angetan. Zu meinem Burger hätte ich mir lediglich als Option noch Pommes oder Kartoffelspalten gewünscht. Alle Gerichte sind lecker und durchgängig angenehm gewürzt. Die Portionen sind angemessen – nicht zu viel und nicht zu wenig. Wer sie dennoch nicht schafft, der kann den Rest in einer kleinen Take away-Box aus Pappe mit nach Hause nehmen. Ein schöner Service mit dem angehmen Nebeneffekt, dass nicht gedankenlos Essen verschwendet wird.

Zum Abschluß naschen wir uns einmal durch das Nachspeisenangebot: Apple Crumble, Mighty Mighty Dark Peanutbutter Chocolate Brownie, Mango-Tango und Spanische Mandeltorte stehen zur Auswahl. Unser klarer Favorit ist der Chocolate Brownie. Hammer! Insbesondere die Avocado-Chocolate-Crème darauf mit gebrannten Erdnüssen hat es uns angetan.

Jetzt sind wir wirklich satt. Die Rechnung wird uns charmant in einer Butterdose aus Porzellan überrreicht. Rund 25 Euro hat uns der Spaß im „Vegan Eagle“ inklusvie Trinkgeld pro Nase gekostet (Hauptspeise, Getränke und Nachspeise). Das geht in Ordnung. Mein Testteam und ich sind uns einig: wir kommen wieder!


Hier ist meine Checkliste für dich:


  • Restaurant: The Vegan Eagle
  • Anschrift: Wischhöfem 4, 22415 Hamburg
  • Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags: 17.00 bis 22.00, montags: geschlossen. Keine Reservierungen & nur Barzahlung möglich.
  • Web: www.theveganeagle.com
  • negativ: etwas abgelegen, könnte einen Tick chicer sein
  • positiv: sehr nettes Personal, saisonale Küche, tolle Desserts
  • Fazit: eine tolle Bereicherung für die Hamburger Restaurantszene mit einem engagierten und freundlichen Team. Saisonale Küche mit einem alternativ-exotischen Touch. Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Empfehlung: der Mighty Mighty Dark Peanutbutter Chocolate Brownie zum Dessert.

Warst du schon im „Vegan Eagle“? Was ist deine Meinung? Ich bin gespannt! Schreibe einen Kommentar!

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