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London vegan: 3 1/2 grandiose Geheimtipps

Finde die Erlösung, speise im Doppeldeckerbus und entdecke einen glocal Shop
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London ist ein einfaches Pflaster für Veganer – „It’s very easy being vegan in London“, so heißt es. Grundsätzlich mag das stimmen. Wenn man allerdings nur ein paar Tage in der Stadt ist, ist es gar nicht so einfach, sich zu orientieren und die richtigen Spots zu finden.

Mit meinen 3 1/2 Geheimtipps zeige ich dir, was du auf keinen Fall verpassen solltest und du erfährst sogar, wo du stylish vegan in einem echten Londoner Doppeldeckerbus essen kannst. Cool, oder?

Bevor ich zu den eigentlichen Tipps komme, hier noch eine kurze Sache vorweg. Ich bin ja sonst ein großer Fan von Happy Cow, und die App hat mich in diversen Städten schon zu spannenden und tollen Restaurants geführt.

In London allerdings hat der ganze Zauber nicht funktioniert und mich die App oft im Stich gelassen.

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Vielleicht liegt es daran, dass die Restaurants und Betreiber häufig wechseln oder Happy Cow ist schlichtweg nicht auf dem aktuellsten Stand.

Mehrfach stand ich an Orten, an denen eigentlich ein Restaurant hätte sein sollen, sich aber keines fand. Ärgerlich. Insbesondere, wenn man schon einen längeren Weg hinter sich und ordentlich Hunger hat.

Nun denn, ich hab’s überlebt.

Aber um dir diese Nerverei zu ersparen, habe ich neben meinen 3 1/2 Tipps für Veganer in London am Ende dieses Artikels noch einen coolen Zusatztipp für dich – nicht nur für Restaurants, sondern auch für vegane Shops, Events und sogar Übernachtungsmöglichkeiten.

Aber, wie immer, schön der Reihe nach. Hier ist mein veganer Geheimtipp Nummer 1 für dich:


Geheimtipp #1: Redemption bar


London vegan -4Der Name „Bar“ ist ein wenig irreführend, denn beim „Redemption“ handelt es sich tatsächlich um ein ganz handelsübliches – wenn auch sehr gutes – Restaurant.

Nicht ganz unbescheiden bezeichnet sich die „Bar der Erlösung“ als Londons gesündestes Restaurant, dessen Angebote nicht nur vegan sondern auch zucker- und weizenfrei sind. Dazu gibt es alkoholfreie Getränke.

Als wäre das nicht schon genug, setzt man konsequent auf lokale und Bio-Produkte und verfolgt eine „Zero waste policy“. Wow! Fast zu viel des Gutmenschentums, möchte man meinen.

Die „Redemption bar“ gibt es mittlerweile zweimal in London, in Notting Hill und in Shoreditch und wird vielfach als das beste vegane Restaurant der Stadt angesehen.

Wir hatten Glück und konnten ohne Reservierung einen Tisch in Shoreditch ergattern. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du aber auf jeden Fall reservieren, denn das Restaurant war später wirklich knackevoll.

Rund 30 Plätze gibt es. Es ist schlicht und gemütlich und die Bedienung sehr freundlich.

Die Preise sind angemessen, aber nicht abgehoben. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall.

Wir hatten einen köstlichen „Tokyo salad“ (aus braunem Reis mit Avokados, Gurke, Rettich, Chili, Hijiki-Algen, dazu ein Zitronen-Miso-Dressing und Besam-Sprossen), „Maki rolls platter“ (Maki-Rollen gefüllt mit rotem und schwarzem Quinoa, Avocado, Enokipilzen, Sesamsprossen und Amaranth) und dazu einen sehr leckeren „Kale salad“.

Lediglich der roh-vegane Käsekuchen zum Dessert war noch zu sehr gefroren, um ihn einigermaßen unfallfrei und mit Genuss essen zu können.

Dennoch: eine klare Empfehlung, und beim nächsten London-Besuch steht die „Redemption bar“ definitiv wieder auf der To-Visit-Liste!


  • Restaurant: Redemption bar Shoreditch
  • Anschrift: 320 Old St, EC1V 9DR, London
  • Öffnungszeiten: montags bis freitags 12:00 bis 23:00 Uhr, samstags: 10:00 bis 23:00 Uhr, sonntags: geschlossen
  • Web: www.redemptionbar.co.uk

Wolltest du schon immer mal in einem echten roten Londoner Doppeldeckerbus essen?

Dann solltest du auf jeden Fall bei meinem 2. Geheimtipp „Just FaB“ vorbei schauen.


Geheimtipp #2: Just FaB


London vegan Just FaB

Die Geschichte hinter „Just FaB“ (wobei „FaB“ für „Food and Beverage“ steht) ist fast genau so interessant, wie der Bus selbst.

Sein Eigentümer, Fabio Pironti, verfolgt damit zwei Interessen: zum einen möchte er mit seinem veganen Bus die Philosophie und Tradition der Straßenküchen-Szene seiner sizilianischen Heimat nach London importieren und zum anderen die vegane italienische Kochkunst seiner Mutter Myra den Londonern näher bringen.

2014 erwarb Fabio dafür einen ausgemusterten Doppeldeckerbus und verwandelte ihn in ein Restaurant, wobei er darauf achtete möglichst viele der Teile des Busses originalgetreu zu erhalten.

Ein Jahr lang tingelte er dann damit über die verschiedenen Festivals im Raum London, bis er im September 2015 seinen festen Standort im Stadtteil Hackney fand.

In guter sizilianischer Tradition ist „Just FaB“ ein echtes Familienunternehmen. So zog Fabio’s Mutter, die bereits seit 20 Jahren traditionelle italienische Gerichte auf vegane Art und Weise zubereitet, extra von Sizilien nach London, um das Menü für das Restaurant zu kreieren.

Eine nette Geschichte, wie ich finde. Ob sie wahr ist? Wer weiß?

Das Essen wird im Oberdeck des Busses am Tisch serviert oder du nimmst es als Take-away mit nach Hause.

Bio und lokal ist auch bei „Just FaB“ oberstes Gebot, wobei spezielle sizilianische Zutaten von Familienbetrieben der italienischen Insel nach London importiert werden.

Die Atmosphäre im „Just FaB“ ist alternativ-entspannt.

Das kulinarische Angebot reicht von Pasta über Lasagne bis hin zu veganem Tiramisu.

Die Preise sind für Londoner Verhältnisse im günstigeren bis mittleren Segment angesiedelt. Wir hatten uns für einen Quinoasalat und Falafel entschieden und waren sehr angetan.

Ein Restaurant der etwas anderen Art mit nettem Konzept und ein wenig schräger Atmosphäre. „Very british“ halt oder „very italian“ – oder am ehesten ein Mix aus beidem.


  • Restaurant: Just FaB
  • Anschrift: 455 Hackney Road E2 9DY, London
  • Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags: 11:00 bis 22:00 Uhr
  • Web: www.just-fab.org

Am liebsten lasse ich mich in fremden Städten einfach so treiben. Klassisches Sightseeing ist nicht so mein Ding.

Lieber schaue ich hier mal um eine Ecke, laufe dort in eine Straße hinein, die interessant aussieht, oder gehe in Läden, die gerade nicht in irgendeinem Guide oder einer App verzeichnet sind.

Auf diese Weise entdeckt man meistens die spannendsten Dinge, so auch meinen nächsten Geheimtipp:


Geheimtipp #3: A corner of the world


London vegan -2Tja, was soll ich sagen. Am „A Corner of the World“ bin ich fast vorbei gelaufen, obwohl ich gerade auf der Suche nach etwas Essbarem und einem guten Kaffee war.

Komisch, denn so ganz unscheinbar ist der Laden in der Bethnal Green Road gar nicht.

Wie der Name schon suggeriert, liegt er genau auf einer Ecke – und zwar an der Kreuzung zur Barnet Grove.

Bei gutem Wetter kannst du sogar draußen sitzen. Ansonsten ist es drinnen in dem kleinen Laden, der ein bunter Mix aus Café, Imbiss, Restaurant und Nachbarschaftstreff ist, auch sehr gemütlich.

Wegen seiner Mischung aus globalen Gerichten und der Ausrichtung auf ein multikulturelles („global“) Publikum in der Nachbarschaft („local“), bezeichnet sich „A corner of the world“ auch selbst als ein „glocal shop“.

Spanische und portugiesische Spezialitäten sind das Spezialgebiet, aber auch Köstlichkeiten aus anderen Ecken der Welt sowie einen sehr guten Kaffee gibt es dort.

Auch Veganer und Rohkostler kommen, insbesondere bei den Süßspeisen, auf ihre Kosten.

Der vegane Brownie und die roh-veganen Donuts waren jedenfalls klasse. Eine kleine Plauderei mit dem Kellner war auch noch drin und so fühlt man sich doch gleich ein wenig zu Hause.


  • Restaurant: A corner of the world
  • Anschrift: 253, Bethnal Green Road, London
  • Öffnungszeiten: montags: 12:00 bis 19:00 Uhr, dienstags bis sonntags: 09:00 bis 19:00 Uhr
  • Web: www.acorneroftheworld.com

Auch in den nächsten, meinen 3 1/2sten veganen Geheimtipp für deine Londonreise, bin ich mehr oder weniger zufällig reingestolpert und im Nachhinein hat er sich als gar nicht so geheim herausgestellt, weshalb er auch nur ein halber Tipp ist.

Aber lies erstmal weiter:


Geheimtipp #3 1/2: The boiler house food hall


London vegan -3Ja, die Brick Lane ist kein echter Geheimtipp mehr, ich weiß. Zwar ist sie noch nicht ganz so überlaufen, wie viele andere Londoner-Touri-Hotspots, aber es ist schein einiges los da, allerdings …

Allerdings was?

Allerdings kommt es darauf an, wann du wo in der Brick Lane unterwegs bist.

Sonntags ist fast kein Durchkommen in der Straße und alle Welt drängelt sich auf dem Brick Lane Market.

Insofern heißt es: antizyklisch handeln! Ha, das klingt erstmal gut, aber was ich dir damit sagen will? Ganz einfach: geh hin, wenn nicht alle anderen hingehen.

Mein Tipp: der Samstag. Und warum?

Das will ich dir sagen: da wird nämlich das „Old Boiler House“ der „Old Truman Brewery“ (ja, die haben’s da ein bisschen mit dem „Old“ in der Brick Lane) zur „Old Boiler House Food Hall“.

Zwar hat sie auch am Sonntag geöffnet, aber dann ist da die Hölle los.

Am Samstag ist es komplett entspannt. So entspannt, dass ich glatt daran vorbei gelaufen wäre, hätte ich nicht in meiner typischen Neugierde durch eine der Türen geschlinst. Kein Schild, kein Hinweis, nix. Reiner Zufall, dass ich da reingeraten bin.

Und was soll ich sagen: ich war nahezu im Veganparadies. Mehr als 30 Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt, darunter aus so exotischen Ländern wie bspw. Burma, Äthiopien oder Malaysia. Toll!

Und jede Menge vegane Angebote.

Du wirst dich kaum entscheiden können.

Lass dir Zeit, plauder mit den Standbetreibern und wenn du was passendes gefunden hast, gehst du auf den gemütlichen Hinterhof („The secret beer garden“) und lässt es dir schmecken.

Aber wie gesagt: wenn du dir den Spaß nicht verderben willst, gehst du am Samstag in die „Boiler House Food Hall“.

Und sag‘ bitte nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. 😉


  • Location: The Boiler House Food Hall
  • Anschrift: The Old Truman Brewery, 152 Brick Lane, E1 6RU, London
  • Öffnungszeiten: samstags: 11:00 bis 18:00 Uhr, sonntags: 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Web: www.boilerhouse-foodhall.co.uk

So, das wär’s eigentlich. Aber ich hatte dir noch einen coolen Zusatztipp versprochen, oder?

Okay, dann will ich mal nicht so sein. Aufgemerkt und weitergelesen:


Exklusiver Spezial-Zusatztipp: Vegan London


Hier noch eine echt coole und informative Quelle für deinen veganen London-Trip: Vegan London heißt die Seite, auf der du als Veganer in London wohl nahezu alles findest, was dein Herz begehrt.

Restaurants, Shops, Unterkünfte, Events, Touristeninformationen und sogar Jobs sind dort gelistet. Jede Menge Infos, übersichtlich aufbereitet, aktuell und gut sortiert.

Als cooles Zusatzfeature werden die Restaurants in einer Google-Karte dargestellt, die du dir direkt auf dein Smartphone oder den Rechner runterladen kannst.

Hätte ich die Seite schon vor meinem London-Wochenende entdeckt, hätte ich mir manche Sucherei sparen können – aber wie sagt man so schön: Hätte, hätte, Fahrradkette!

Dafür bist du jetzt bestens mit allem Wissen ausgestattet. Gut so.

Dann wünsche ich dir mal viel Spaß in der Hauptstadt der Linksfahrer!

Ich freu‘ mich über ’ne Postkarte von dir!


Hab ich was vergessen? Hast du noch weitere Tipps für London oder willst du einfach nur sagen, wie fantastisch du diesen Artikel findest?

Dann rein damit in die Kommentare!

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4 Kommentare
  • Melli
    Montag, 9. Mai 2016

    super Tipps, vor allem der doppeldecker Bus ist als Location total cool
    das werde ich mir für meinen nächsten London Besuch mal merken
    was ich sonst noch empfehlen kann ist das 222 veggievegan und cookies & scream auf dem camden market
    lg

    • Jens
      Montag, 9. Mai 2016

      Hey Melli,

      vielen Dank. Lieben Dank auch für die zusätzlichen Tipps. Kommen definitiv auf meine Liste fürs nächste Mal. Leider war’s auf dem Camden Market diesmal so überlaufen, dass ich gleich wieder kehrt gemacht habe. 😉

      Liebe Grüße

      Jens

  • Nikolai Weidner
    Dienstag, 10. Mai 2016

    Da will ich doch einfach mal sagen, wie fantastisch ich diesen Artikel finde :d
    Danke für deine geteilten Erfahrungen. Damit sind die erste 3 1/2 must-see places für London schonmal festgelegt *-*

    • Jens
      Dienstag, 10. Mai 2016

      Hey Nikolai.

      Dann sage ich mal fantastischen Dank! Freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      Alles Gute!

      Jens

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