5 einfache Tipps, mit denen du dein veganes Mindset änderst

... und was veganes Mett damit zu tun hat!
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Veganes Mindset? „Was soll das denn jetzt bloß sein?“, höre ich dich fragen und: „Wird’s jetzt esoterisch?“

Keine Sorge! Das ist alles ganz einfach, höchst spannend und kann dir sehr helfen, falls du noch mit dem Einstieg in ein veganes Leben zögerst oder du es schon Mal versucht hast und möglicherweise gescheitert bist.

Aber auch, wenn du bereits vegan lebst, kann dir ein positives veganes Mindset helfen, wenn du vielleicht einmal an der Richtigkeit deiner Lebensweise zweifelst oder du einen kleinen mentalen Durchhänger hast.

Hab ich dich neugierig gemacht? Dann lege ich mal los:


Mindset-Basics


Worum also geht’s genau beim „veganen Mindset“? Lass mich dir dazu ein paar Kleinigkeiten erklären. Ich werd’s auch nicht zu kompliziert machen und danach wird’s auch gleich wieder einfacher. Versprochen!

Im weitesten Sinne kann man beim „Mindset“ auch von der inneren und dauerhaften Einstellung, Meinung oder Haltung sprechen. Diese Einstellung wird von deinen eigenen Erfahrungen, deinem Umfeld, gesellschaftlichen Konventionen, den Medien und anderen Einflussfaktoren geprägt.

Hierdurch entsteht eine Denkweise mit konkreten Überzeugungen, die nur schwer zu überwinden sind und die du selbst als wahr und richtig empfindest, weil sie dir tagtäglich vorgelebt und vorgeführt wird. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass sich sog. „Glaubenssätze“ bilden – im Grunde sind sie so etwas wie deine persönlichen Wahrheiten. Im Alltag äußeren sie sich durch deine Handlungen, Gefühle, Gedanken und Formulierungen.

Du fragst dich jetzt sicher, was das nun im Zusammenhang mit veganer Ernährung zu bedeuten hat, oder? Lass mich dir dazu am besten meine persönliche Geschichte erzählen:


Meine veganen Glaubenssätze – kaum zu glauben!


Obwohl ich schon einige Jahre vegetarisch lebte und ich mich damit gesund und glücklich fühlte, stand es für mich außer Frage, mich jemals vegan zu ernähren. Hier oder da mal vegan zu essen war für mich okay, aber, wenn ich die Wahl hatte, habe ich mich in der Regel nicht für die vegane Mahlzeit entschieden.

Warum war das so? Tja, heute muss wohl zugeben, dass ich ein Opfer meiner eigenen Vorurteile und Glaubenssätze war – und das waren nicht gerade wenige:

  • veganes Essen ist fade und langweilig!
  • ich möchte mich nicht einschränken und verzichten!
  • eine vegane Ernährung ist mir viel zu kompliziert!
  • Sport und eine vegane Lebensweise passen nicht zusammen!
  • auf Milch, Eier und Käse kann und will ich nicht verzichten!

Ein ziemlicher Hammer, oder? Wie konnte aus mir mit diesem Mindset am Ende dann doch noch ein Veganer werden, fragst du dich?

Tja, das dauerte zwar ein bisschen, aber ist eigentlich ganz simpel. Und an dieser Stelle kommt nun das vegane Mett ins Spiel. Genau genommen war es nicht nur das Mett, sondern ein ganzes veganes Buffet, denn ich war auf eine Party eingeladen, auf der es rein veganes Essen gab. Und soll ich dir was verraten? Ich hab’s nicht bemerkt!


Weg mit Fadheit und Langeweile!


Ich hatte zwar, um sicher zu gehen, vorher nachgefragt, ob die eine oder andere Sache vegetarisch war – von vegan hatte mir allerdings niemand was gesagt. Und so stand ich da, aß all die leckeren „vegetarischen“ Köstlichkeiten und ließ natürlich die große Schüssel mit Mett links liegen – ist wohl klar, dass ich als Vegetarier damit nichts zu tun haben wollte, bis … ja, bis mich ein Freund auf das leckere vegane Buffet ansprach. Ich schmunzelte erstmal, um dann zu sagen: „Ja, das ist alles wirklich lecker, aber vegan ist das nicht! Und ausserdem gibt’s da auch Mett. Das wird wohl kaum vegan sein, so wie das aussieht!“

Okay, du kannst dir denken, wie es weiter ging. Natürlich war das fantastische Buffet komplett vegan! Von vorne bis hinten und von oben bis unten! Ich fühlte mich ziemlich trottelig … und mit meinem Vorurteil, dass veganes Essen fade und langweilig ist, sah es plötzlich auch ziemlich schlecht aus.

Das vegane Mett musste ich natürlich gleich probieren und es war so verdammt gruselig fleischartig, dass ich es fast wieder ausgespuckt habe, weil ich es kaum glauben konnte. Aber jetzt war meine Neugier geweckt: ich wollte mehr über vegane Ernährung wissen und zumindest mal einen Test wagen.

   Mein Tipp Nr. 1:    

Klar, du bist nicht alle Tage auf eine Party mit einem veganen Buffet eingeladen. Suche dir deshalb ein tolles veganes Restaurant in deiner Nähe und mach‘ dir einen schönen Abend. Probiere nach Herzenslust und mit Neugierde. Bestelle bewusst Dinge, von denen du nicht weißt, wie sie schmecken! Lass dich überraschen und geniesse, wie reichhaltig, variantenreich und lecker die vegane Küche ist. 


Einschränkung und Verzicht? Von wegen!


Natürlich, Essen gehen und Buffets auf Partys sind das eine, aber im Alltag sieht der ganze Spaß doch schon gleich ganz anders aus, dachte ich. Da sitze ich dann da und nuckel an meinen Salatblättern.

Was bleibt denn bei einer veganen Ernährung überhaupt noch an Zutaten übrig? Fleisch hatte ich ja schon komplett aus meinem Speiseplan gestrichen und jetzt sollte noch alles weitere an tierischen Produkten wegfallen? Keine wirklich attraktive Aussicht!

Im Nachhinein muss ich sagen: „Wie doof kann man eigentlich sein?“ Zum Glück war meine Neugierde schon so weit geweckt, dass ich bei einem Berlin-Trip einen veganen Supermarktbesuch einlegte. Und was soll ich sagen? Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Hier gab es wirklich alles – und alles vegan: Brotaufstriche, Joghurts, Süßigkeiten, Käse und und und! Am Backstand gab es alles, was das Herz begehrte! Ausserdem tolle neue Dinge wie Quinoa oder Chia-Samen, von denen ich bis dato nur gehört hatte, die mich aber neugierig auf mehr machten!

Na dann mal „Tschüss!“ mein liebes Einschränkungs- und Verzichts-Vorurteil! Auf Nimmerwiedersehen!

   Mein Tipp Nr. 2:    

Vegane Supermärkte gibt es mittlerweile in vielen Großstädten. Auch im Internet wirst du fündig, und viele reguläre Super- und Biomärkte haben mittlerweile vegane Abteilungen. Nimm dir Zeit, stöber‘ in aller Ruhe und schau nach Ersatz für die Dinge, die dir vermeintlich besonders fehlen werden.

Wenn du Freunde hast die sich bereits vegan ernähren, frag sie, ob sie dich bei deinem Einkauf begleiten und beraten können. Sie werden dir mit ihren Erfahrungen sicher gerne weiterhelfen und dich auf tolle neue Dinge aufmerksam machen.


Kompliziert? Dass ich nicht lache!


Ja, allmählich wurde ich weich. Wäre vielleicht doch nicht so schlecht mit der veganen Ernährung, allerdings …

Allerdings was?

Allerdings hatte ich keine Lust, stundenlang in der Küche zu stehen und mit irgendwelchen exotischen Zutaten, nach denen ich zuvor lange suchen musste, komplizierte Gerichte zu kochen. Sicher freue ich mich auch beim Kochen mal über eine Herausforderung, im Alltag ist meine Zeit jedoch meistens knapp und daher sollte das Zubereiten der Mahlzeiten kein zu großer Akt sein und trotzdem schmecken.

Eines meiner liebsten vegetarischen Kochbücher zu der Zeit war „Vegetarisch für Faule“* mit unkomplizierten, schnellen und leckeren Rezepten, die ich auch heute noch in einer gerne vegan nachkoche. Da habe ich natürlich gleich mal nachgesehen, ob es das Buch auch in einer veganen Variante gibt.

Und tatsächlich bin ich fündig geworden! „Vegan für Faule“* wurde ab sofort mein Leitfaden für den Einstieg in eine schnelle & leckere vegane Kochweise und für mich der Beweis, dass eine vegane Ernährung nicht komplizierter als eine vegetarische oder omnivore Lebensweise sein muss!

   Mein Tipp Nr. 3:    

Besorg dir ein Kochbuch für vegane Einsteiger. Es sollte einfache und leckere Rezepte beinhalten, für die du keine komplizierten Zutaten benötigst und die du mit einem geringen Zeitaufwand zubereiten kannst.

Meine Empfehlungen für dich sind „Vegan für Faule“* und „Vegan for Starters“*. Damit wird der Einstieg in die vegane Küche für dich wirklich easy und unkompliziert! 


Sport + Vegan = Big Love!


Okay, du siehst schon, wohin das führt, oder? Meine Vorurteile zerschlugen sich so nach und nach, aber … ! Tja, das eine oder andere „aber“ blieb noch.

Vor allem machte ich mir Gedanken darüber, ob eine vegane Ernährung auch bei einem aktiven sportlichen Leben mit Laufen, Radsport, Schwimmen und Wandern, wie ich es gerne führe, das Richtige war. Schließlich sind Veganer doch eher blaß und schwächlich und nicht gerade zu sportlichen Höchstlesitungen fähig, oder?! Ausserdem benötigt der Körper jede Menge Proteine um Muskeln aufzubauen und dafür braucht man doch vor allem Eier und Milchprodukte!

Du wirst dir denken können, dass mir auch hier meine alten Glaubenssätze im Weg standen. Aber mittlerweile fiel ich nicht mehr so leicht auf mich selbst herein. Eine kurze Recherche im Netz zeigte mir, dass es zahlreiche Spitzensportler gibt, die sich vegan ernähren. Und auch das angebliche Problem des Proteinmangels ist tatsächlich keins, denn Hülsenfrüchte, Nüsse, Mandeln und Getreide können auch bei sportlicher Aktivität den Eiweißbedarf mehr als nötig decken.

Als mir dann noch die Bücher des Ironmans Brendan Brazier* und des Ultratriathleten Rich Roll* in die Hände fielen, die mit einer veganen Ernährungsweise unglaubliche sportliche Leistungen erzielen, war ich restlos überzeugt! Wieder ein Vorurteil, das zu Staub zerfiel!

   Mein Tipp Nr. 4:    

Wissen und Motivation sind die Schlüssel zum Erfolg! Wenn du Zweifel oder Fragen hast, recherchiere im Internet, lies dich schlau oder frage auf veganen Websiten nach. Man wird dir gerne helfen! Und besorg‘ dir motivierendes Lesefutter. Es wird dir Zweifel nehmen und dir zusätzlich Schwung geben, dein Vorhaben umzusetzen.

Die Liste an Büchern, die sich mit veganer Ernärung beschäftigen, wird ständig länger und sicher ist auch etwas für dich dabei. Schau auch gerne auf meine Lesenswert-Seite, die ich immer wieder aktualisiere.


 Milch, Eier und Käse – war da was?


Ach ja, dann gab es noch das MEK-Problem: Milch, Eier, Käse, auf die ich nie und nimmer und unter keinen Umständen jemals verzichten könnte. Das war in Stein gemeißelt! Dachte ich …

Aber mittlweile war ich ja zumindest ein wenig schlauer geworden, nachdem ich schon so viele Überzeugungen über den Haufen werfen musste. „Was soll’s!“ dachte ich.“Ich probier’s jetzt einfach mal aus. Was kann schon passieren? Wenn mir die ganze Sache nicht passt und ich mich damit nicht wohlfühle, lass ich’s halt wieder sein und bleibe ein überzeugter Vegetarier!“

Was soll ich sagen? Der Mensch – zumindest ich – vergisst schneller, als man denkt. Aus den Augen aus dem Sinn! Sobald ich das Zeugs nicht mehr im Kühlschrank hatte, interessierte es mich auch nicht mehr. Ich denke, es lag daran, dass ich besonders in der ersten Zeit so viele tolle neue Gerichte und Zutaten für mich entdeckte und nach einer gewissen Zeit waren mir Milch, Eier & Käse tatsächlich egal.

Wenn es mich heute dann doch mal überkommt, greife ich gerne zu einem schönen Soja-Joghurt oder einer Scheibe veganem Käse. So einfach kann das vegane Leben sein! Herrlich!

   Mein Tipp Nr. 5:    

Leg deinen Fokus auf das Neue und Spannende, die fantastischen neuen Zutaten und Gerichte, die jetzt dein Leben bereichern. Entdecke neue Geschmäcker, Düfte und Würzungen. Experimentiere und sei neugierig! Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dann Eier, Milch und Käse nicht lange vermissen wirst. Und keine Angst: im Notfall gibt es mittlerweile auch eine Menge pflanzlicher Ersatzprodukte! 


Enjoy your vegan life!


So, das sind sie also, meine 5 simplen Tipps, mit denen du dein veganes Mindset ändern kannst.

Natürlich liest es sich jetzt erstmal leichter, als es möglicherweise in der Praxis und in deinem Alltag ist. Aber lass mich dir versichern, dass es nicht so schwierig ist, seine Überzeugungen über den Haufen zu werfen!

Das Wichtigste ist, das du dich mit Neugierde, Spaß und Genuß auf deinen veganen Weg machst und ihn als eine fantastische Bereicherung und ein spannendes neues Kapitel in deinem Leben ansiehst.

Und vergiss nicht: die Regeln machst du ganz allein! Enjoy your vegan life!


Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung! Hast du noch weitere Tipps? Welche Überzeugung stand dir am meisten im Weg? Poste es in den Kommentaren!

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