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Vegan in Tel Aviv: 5 1/2 Tipps für Israels hippe Metropole

Wo du den vielleicht besten Hummus Israels, die besten Falafeln der Stadt und andere vegane Köstlichkeiten findest
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Tel Aviv stand schon länger auf der Liste meiner Reiseziele. Und jetzt war es endlich so weit. Eine ganze Woche in der hippen israelischen Metropole. Wow!

Mehr als 400.000 Menschen leben mittlerweile in der zweitgrößten Stadt Israels, die gerade mal etwas mehr als 100 Jahre alt und heute so etwas wie das Lifestyle- und Kulturzentrum des Landes ist.

Und wäre das nicht spannend genug, kann man Tel Aviv mittlerweile auch als einen der veganen Hotspots weltweit bezeichnen, denn vegane Ernährung ist in Israel seit einigen Jahren enorm populär geworden.

Mittlerweile sollen laut israelischem Statistikamt rund fünf Prozent aller Israelis vegan leben. Zum Vergleich: in Deutschland ernährt sich nur gut ein Prozent der Bevölkerung rein pflanzlich.

Deshalb findest du in nahezu jedem Restaurant vegane Gerichte auf der Speisekarte.

Außerdem sind traditionelle Gerichte wie Hummus und Falafel, die du in Tel Aviv an fast jeder Straßenecke findest, schon von sich aus vegan.

Ein echtes Paradies also für jeden Veganer.

Willst du mehr erfahren? Dann mal los!


Günstiges Essen, teure Getränke


Sich vegan zu ernähren ist in Tel Aviv also wirklich kein Problem.

Das Angebot in den Restaurants ist groß und auch in den Supermärkten findest du viele vegane Produkte, wenn du dich selbst verpflegen möchtest.

Allerdings: Tel Aviv ist nicht günstig. Das Preisniveau liegt in vielerlei Hinsicht auf dem Level von europäischen Metropolen. Das gilt auch für Restaurants.

Zwar ist das Essen in der Regel nicht so besonders teuer, dafür kosten die alkoholischen Getränke aber umso mehr. Der Grund dafür ist eine hohe Alkoholsteuer, mit denen Wein, Bier und Spirituosen seit einigen Jahren belegt sind.

Als kleinen Ausgleich gibt es dafür in fast jedem Restaurant kostenloses Wasser zum Essen. 😉


Do you speak English? Sure!


Vor Verständigungsproblemen musst du keine Angst haben. Die öffentlichen Beschilderungen für Straßen, Bushaltestellen und vieles andere mehr sind in der Regel zweisprachig, auf Hebräisch und Englisch verfasst.

Außerdem sprechen die meisten Tel Aviver ziemlich gut englisch, so dass du dich auch mit Taxifahrern und auf dem Markt problemlos verständigen kannst.

In den meisten Restaurants liegen Speisekarten in beiden Sprachen aus und wenn das mal nicht so sein sollte, hilft man dir in der Regel sehr gerne und sehr freundlich weiter.


Barzahlung oder Kreditkarte?


Viel Bargeld musst du nicht einstecken, denn in den meisten Restaurants und Läden kannst du problemlos mit Kreditkarte bezahlen.

Das ist zwar bequem, kann aber aufgrund der Gebühren ordentlich ins Geld gehen.

Daher mein Tipp und meine persönliche Empfehlung für dich: Wenn du richtig Geld sparen willst, nutzt du die DKB-Kreditkarte*, mit der du auch im Ausland kostenlos Bargeld aus dem Geldautomaten ziehen kannst. 

Dann kannst du bar zahlen und umgehst die Auslandsgebühren, die bei einer Zahlung mit Kreditkarte sonst anfallen würden. Wenn dich das interessiert erfährst hier mehr über die DKB-Kreditkarte*.


Shabbat shalom!


Ach so, dann ist da noch die Sache mit dem Shabbat, dem jüdischen Ruhetag. Er dauert vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am Samstag.

Auch wenn die Regelung in Tel Aviv recht relaxt gehandhabt wird, solltest du dich darauf einstellen, dass viele Restaurants oder Geschäfte nur eingeschränkt geöffnet haben oder ganz geschlossen sind.

Gleiches gilt für Behörden, Postämter, Banken und den öffentlichen Nahverkehr. Supermärkte haben in der Regel geöffnet.

So, genug der Vorrede. Jetzt bist du sicher gespannt, welche veganen Restaurants ich dir in Tel Aviv empfehlen kann, oder?

Dann mal los!


Tipp #1: HaKosem – Die besten Falafeln der Stadt


Tel Aviv vegan HaKosem

Bei „HaKosem“, so sagt man, gibt es die wohl besten Falafeln (die Pluralform musste ich auch erstmal nachschlagen) in Tel Aviv.

Klar, dass ich das gleich am ersten Abend überprüfen musste.

Der Laden selbst ist eine Mischung aus Imbiss und Restaurant mit einem großen Tresen und einigen Sitzplätzen draußen und drinnen.

Das Angebot ist nicht rein pflanzlich – auch Geflügel- und Fleischgerichte stehen auf der Speisekarte. Kein Ort für Hardcore-Veganer also.

House dröhnt aus den Lautsprechern und während ich mich noch umsehe, reicht man mir ein Falafelbällchen zum Probieren über den Tresen. Lecker!

Ich bestelle den Falafelteller mit Hummus, Reis und Salat für rund 10 Euro, dazu eine hausgemachte Limonade.

Die Portion ist riesig und wirklich lecker.

Ich bin pappsatt und glücklich, nehme mir aber vor, nächstes Mal doch lieber eine kleinere Portion Falafel im Brot zu bestellen. 😉



Tipp #2: Zakaim Boutique – Das erste vegane Restaurant der Stadt


Tel Aviv vegan Zakaim Boutique

Die „Zakaim Boutique“ ist ein rein veganes Restaurant und das erste Tel Avivs dazu.

Im April 2013 öffnete es seine Pforten. Der Laden ist ein reiner Familienbetrieb, der von den Geschwistern Zakaim, zwei Schwestern und einem Bruder, betrieben wird.

Die persischen Wurzeln der Familie hinterlassen auch deutlich ihre Spuren in der Speisekarte.

Die Einrichtung des Restaurants haben die drei komplett selbst gebaut und zusammengestellt.

In dem offenen Küchenbereich kann man den Köchen beim Werkeln zusehen und man sitzt gemütlich an Second Hand-Tischen mit Vintage-Charme.

Man merkt dem Laden an, dass sich die Geschwister ihre Inspirationen unter anderem in Berlin geholt haben.

Neben der Karte gibt es wechselnde Tagesgerichte, nach denen du auf jeden Fall fragen solltest. Es lohnt sich!

Das Personal ist sehr freundlich und trinkt gerne mal das eine oder andere Glas Arak mit den Gästen. Das Preisniveau ist gehoben, aber nicht teuer.

Meine Empfehlung: die French Fries mit hausgemachtem Ketchup.


  • Restaurant: Zakaim Boutique
  • Anschrift: Simtat Beit Hashoeva 20, Höhe Alenbi 98, Tel Aviv
  • Öffnungszeiten: sonntags bis donnerstags 18:00 bis 00:00 Uhr, freitags und samstags 12:00 bis 00:00 Uhr.
  • Web: www.zakaim.co.il 

Tipp#3: Landwer Café – Im alten, neuen Hafen


Tel Aviv vegan Café Landwer Port

15 „Landwer Cafés“ gibt es in Tel Aviv und auch in anderen Städten Israels ist die Kette vertreten.

Das klassische Kaffeehausangebot wird ergänzt durch Pizzen, Snacks, Sandwiches und Salate. Außerdem gibt es eine umfangreiche an  veganen Gerichten.

Ich empfehle dir das „Landwer Café“ im ehemaligen Hafen von Tel Aviv, der sich im Norden der Stadt befindet und auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Die ehemaligen Hafenanlagen wurden in den vergangenen Jahren komplett umgebaut und saniert und haben sich schnell zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Tel Aviver Bevölkerung entwickelt.

Das „Landwer Café“ liegt direkt an einem alten Hafenbecken. Auf einem der Plätze im Terrassenbereich kannst du herrlich dem vorbeiziehenden Ausflugstreiben zusehen oder am Abend den Sonnenuntergang bewundern.

Aber auch drinnen ist es gemütlich und geschmackvoll eingerichtet, wobei sich die Designer von „klassischen Plätzen“ in Manhattan und St. Petersburg haben inspirieren lassen – was auch immer das heißen mag. Egal, mir gefällt’s.

Gefallen hat mir auch das „Lentil Patties Sandwich“ mit Kräutern, Zitrone, Tahin, roter Beete, Rucola und getrockneten Tomaten. Sehr empfehlenswert.

Geöffnet hat das „Landwer“ übrigens an sechs Tagen die Woche, jeweils von sieben Uhr morgens bis zum letzten Kunden. Coole Ansage!


  • Restaurant: Landwer Café The Port
  • Anschrift: Yordei HaSira 2, Tel Aviv Port
  • Öffnungszeiten: sonntags – samstags 07:00 Uhr bis zum letzten Kunden
  • Web: www.landwercafe.co.il 

Tipp#4: Magic of ice since 1987 – Ein veganes Eisparadies


Te Aviv vegan Magic of ice since 1987

Dieser Laden war eine absolute Zufallsentdeckung. Eigentlich wollte ich zu einer anderen Eisdiele, aber manchmal führt das Schicksal doch auf eine wirklich coole Art und Weise Regie …

„Magic of ice since 1987“ heißt das Eisparadies, das sich in einer kleinen Seitenstraße des Szeneviertels Neve Tzedek befindet.

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Laden, in dem ich eine Flasche Wasser kaufen konnte. Umso erfreuter war ich, als ich mich in einer Eisdiele wiederfand.

Neben einem umfangreichen Angebot an nicht-veganen Geschmacksrichtungen fand ich dort acht Sorten feinsten veganen Eisgenusses in einem separaten Teil des Tresen.

Ich muss dir wohl nicht sagen, dass ich mich bei der Auswahl nicht wirklich entscheiden konnte.

Am Ende wurde es Banane, Schoko und Mango. Die letzten beiden hatten es wirklich in sich. „Very delicious!“, wie der Engländer so sagen würde!

Während ich draußen in der Sonne saß, habe ich per Google-Übersetzungs-App erst einmal das rein hebräische Ladenschild für dich übersetzt, um rauszufinden, wo ich mich eigentlich befand.

„Magic of ice since 1987“ ist sicher nicht der beste Name, den es je für eine Eisdiele gegeben hat, aber da kann man in diesem Fall locker drüber hinweg sehen, denke ich.



Tipp #5: Shlomo & Doron – Der beste Hummus Tel Avis Israels


Nachdem ich dir schon verraten habe, wo es die besten Falafeln in Tel Aviv gibt, muss ich dir jetzt natürlich noch sagen, wo du den besten Hummus der Stadt – wenn nicht sogar ganz Israels, wie manche Leute behaupten – bekommst.

„Shlomo & Doron“ Humus heißt der Ort des Glücks für alle Hummus-Liebhaber. Er befindet sich etwas versteckt in einer der Seitenstraßen des Carmel-Marktes, der auch auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Wenn du Glück hast und einen freien Platz erwischst, setz dich draußen unter einen der Sonnenschirme und genieß den Trubel um dich herum.

Touristen finden sich hier nur wenige. Die Speisekarte ist rein hebräisch, aber das nette Personal hilft dir sehr gerne weiter.

Der Hummus wird hier ganz nach deinen Wünschen mit verschiedenen Zutaten, wie bspw. Pilzen oder Bohnen, zusammengestellt. Dazu gibt’s frischen Salat oder Falafel. Ich denke, du wirst begeistert sein.

Noch ein wichtiger Hinweis: Cash is king bei „Shlomo & Doron“! Kartenzahlung ist hier nicht möglich.


  • Restaurant: Shlomo & Doron Hummus
  • Anschrift: Yishkon 29, Tel Aviv
  • Öffnungszeiten: sonntags bis donnerstags 07:30 bis 15:30 Uhr, freitags 07:30 bis 14:30 Uhr
  • Web: Shlomo & Doron Hummus auf Facebook

Tipp #5 1/2: Säfte, Säfte, Säfte!


Te Aviv vegan Carmel Market

Nach all diesen Restaurantempfehlungen noch ein ganz handfester halber Tipp von mir zum Schluß: Tel Aviv ist ein echtes Saft-Paradies. Fast an jeder Ecke gibt es Saftbars und du solltest dir diesen Genuss nicht entgehen lassen!

Frisch gepresst gibt es dort ab 10 Schekel, also rund € 2,40, diverse Saftsorten. Von Orange über Grapefruit bis hin zu Karotten wird alles zu Saft gemacht, was das Herz begehrt. Mein absoluter Favorit ist frischer Granatapfelsaft. Köstlich!

Am besten geniesst du deinen Saft auf dem Carmel-Markt (auch Shuk Ha’Carmel genannt) auf dem du dich auch gleich mit frischem Obst und Gemüse eindecken kannst.

Lass dich einfach treiben und genieße es!

Das waren sie auch schon, meine 5 1/2 veganen Tipps für Tel Aviv.

Wenn du noch mehr über diese spannende Stadt erfahren möchtest, empfehle ich dir die Reiseführer „City Trip Tel Aviv“* oder „Israel & Palästina“  von Lonely Planet*.


Hast du noch weitere Tipps oder eine Frage? Ab damit in die Kommentare!


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