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Meine 7 Forderungen an die Generation „Fridays for future“

Demonstrieren für den Klimaschutz ist geil, aber ...
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Als ich das erste Mal von Greta Thunberg und ihrem Schulstreik für das Klima hörte, war ich total begeistert.

 

Im August 2018 begann sie ganz allein jeden Freitag vor dem Parlament in Stockholm zu protestieren, um im Namen der jungen Generation an die Verantwortung der Erwachsenen für unser Klima und unseren Planeten zu appellieren.

Mittlerweile ist aus der Aktion der Einzelkämpferin Greta unter dem Titel „Fridays for future“ eine weltweite Bewegung geworden, der hunderttausende von Kindern und Jugendlichen folgen und für den Klimaschutz demonstrieren.

Aus vollstem Herzen kann ich die Forderungen der Demonstranten nachvollziehen, denn dass es allerhöchste Zeit ist, endlich durchschlagende Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen, sollte mittlerweile wohl jedermann bekannt sein.

Ich frage mich jedoch, inwiefern die Generation „Fridays for future“ durch ihr eigenes Verhalten mit gutem Beispiel vorangeht.

Natürlich denke ich, dass es richtig ist, von der älteren Generation, von den Regierungen dieser Welt, von den Entscheidern, von den Köpfen in der Industrie und in der Wirtschaft, zu verlangen, dass sie Dinge ändern.

Allerdings denke ich auch, dass wir alle bei uns selbst anfangen und unser Verhalten und unsere Lebensweise ändern müssen.

Das gilt für mich, für dich und natürlich auch für all die demonstrierenden Kinder und Jugendlichen.

Und weil irgendjemand nunmal das schlechte Gewissen oder den Teufelsadvokaten spielen muss, hier meine sieben Forderungen an dich, liebe Generation „Fridays for future“:


1. Fahrt nicht im SUV zur Schule!


Punkt 1 ist ganz einfach:

Lasst euch nicht mehr von euren Eltern in deren SUV zur Schule fahren!

Okay, muss ja nicht mal der SUV sein. Reicht auch ein Kleinwagen. Dumm genug. Und gilt natürlich auch, wenn du selber fährst und nicht deine Eltern. Logisch.

Vor manch einer Schule ist der Stau heutzutage länger als zur Rush hour in den Innenstädten deutscher Großstädte.

Nehmt stattdessen das Fahrrad, die Öffis oder geht zu Fuß.

Das spart Rohstoffe, schont das Klima, sorgt für weniger Lärm und Nervereien und hat noch den einen oder anderen Vorteil für euch ganz persönlich.

Kleine Sache, große Wirkung.


2. Esst kein Fast Food!


Esst kein Fast Food – also kein McDonald’s mehr, kein Starbucks, kein Subways, kein Pizza Hut, kein Kentucky Fried Chicken und wie sie alle heißen!

Über Geschmack lässt sich zwar in den allermeisten Fällen streiten, aber in diesem eher nicht.

Und über die CO2-Bilanz erst recht nicht.

Lassen wir auch mal die Nährstoffdebatte beiseite und reden wir lieber über gigantische Berge von Verpackungsmüll, hoch verarbeitete Lebensmittel und jede Menge tote Tiere, die – wie auch immer – zu dem werden, was dann als „essbar“ über den Tresen gereicht wird.

Womit wir schon bei nächsten Punkt wären …


3. Esst keine tierischen Produkte!


Keine tierischen Produkte essen?

Ist eigentlich ganz einfach, aber für viele Menschen leider echt schwer umzusetzen: „Ich würde ja so gerne, aber …“

Aber was?

Tierische Produkte haben eine extrem miese CO2-Bilanz.

Manche sagen sogar, dass Fleischesser die Klimakiller Nr. 1 sind.

Solltet ihr wissen. Kann man überall nachlesen mittlerweile.

Also seid konsequent, verzichtet darauf und werdet zumindest vegetarisch!


4. Kauft keine Billig-Klamotten


Kauft keine Klamotten, die nicht unter fairen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurden.

Denn wie die meisten von euch wissen – und gleichzeitig die Augen davor verschließen – ist die Textilindustrie krass umweltschädlich.

Ein immenser Wasserverbrauch, miese Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Klamotten, die um den halben Globus geschickt werden, nur damit ihr sechs Monate den angesagten heißen Scheiß tragen könnt?

Kostet ja nur 9 Euro das Shirt! Und die Jeans nur 29 Euro! Geil?!

Was für ein Schwachsinn!

Da nützt es auch nichts, wenn ihr sie danach fürs gute Gewissen in die Altkleidersammlungen werft.

Weg ist weg und verbraucht ist verbraucht.

Weniger ist definitiv mehr! Klar?


5. Keine neuen Smartphones!


Kauft euch nicht alle zwei Jahre ein neues Smartphone!

Ui, das ist hart, ich weiß.

Aber: auch wenn die Vertragsverlängerung lockt und das Handy vermeintlich umsonst ist – jedes neue Smartphone verschlingt unglaublich viele Ressourcen und ist in der Herstellung alles andere als klimaneutral.

Außerdem werden die Dinger unter Bedingungen hergestellt, die in den allermeisten Fällen zumindest problematisch sind.

Also lasst die Finger davon und widersteht dem Drang, euch alle zwei Jahre ein neues Handy zu holen.

Das alte tut’s auch noch ein paar Jahre.

Check? Check!


6. Fliegt nicht sinnlos durch die Gegend!


Die Freundin studiert gerade in Lissabon? Für 19 Euro mit Ryanair seid ihr da! Geschenkt!

Dass Fliegen allerdings der absolute Klimakiller ist, muss ich euch nicht sagen, oder?

Tut euch mal den Gefallen und gebt bei Atmosfair oder bei einem anderen Kompensator die Daten eures letzten Fluges ein.

Ihr werdet sehr schnell sehen, wie riesig der CO2-Fußabdruck eines solchen Trips ist.

Natürlich ist ein Wochenende in London oder Paris geil.

Gerade innerdeutsch oder auch in europäisch sind diese Flüge aber mehr als unsinnig und ein derartig riesiger CO2-Abdruck ist nicht wirklich zu veranworten für das bisschen Spaß.

Also, ab in die Bahn oder in den Bus!

Dauert zwar länger, aber dafür dauert’s auch ein bisschen länger mit dem Ende des Planeten.

Ist doch ein guter Deal, oder?


7. Lasst euren Worten Taten folgen!


Okay, nun mein Appell an euch:

Lasst euren Worten und Demonstrationen auch Taten folgen!

Engagiert euch vor Ort, in eurer Gemeinde, nehmt Einfluss auf die Menschen, die in eurem Umfeld leben, wie eure Eltern, eure Mitschüler, eure Freunde.

Setzt eure Forderungen vor Ort in Taten um!

Dazu muss man nicht in einer Partei oder einer Umweltorganisation sein – das kann Jede/r von euch ganz alleine.

Geht mit gutem Beispiel voran, konsumiert weniger – und damit meine ich wirklich(!) weniger.

Nur ’ne Bambuszahnbürste benutzen und mit dem Rad zum Späti fahren, bringt’s nicht so wirklich.

Seid, wie good old Gandhi schon sagte, die Veränderung, die ihr euch wünscht für diese Welt, und sorgt dafür, das alle es mitbekommen, denn nur so wird sich auch in der Gesellschaft etwas verändern.

Insgeheim wisst ihr das natürlich auch alles.

Und ich weiß, dass ihr euch reinhängen werdet, denn schließlich habt ihr mit dem Schlamassel ja noch ein bisschen länger zu tun …

Ich glaub‘ an euch!


P.S.: Eine Sache habe ich noch vergssen.

Lasst euch nicht vereinnahmen! Wenn euch zu viele Leute auf die Schultern klopfen, stimmt definitiv etwas nicht!

Entweder sind eure Forderungen dann nicht radikal genug, man nimmt euch nicht ernst oder die Menschen verstehen nicht wirklich, worum es euch geht.

Also erhöht den Druck und lasst die Alten nicht einfach so davonkommen, wenn sie euch sagen, wie megatoll sie eure Demos und Aktionen finden. Drauf gepfiffen!

P.P.S.: Und ja, ich weiß, man muss eigentlich noch viel mehr tun. Nicht online einkaufen, weniger im Netz surfen, kein Plastikwasser kaufen, regionale Produzenten unterstützen, keine Coffee-to-go-Becher benutzen … ach, ihr kommt schon selbst drauf. Und natürlich gelten diese Forderungen auch für alle anderen! Klar!

<3


Wie denkst du über „Fridays for future“? Poste jetzt deinen Kommentar!


 

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10 Kommentare
  • Nadine
    Dienstag, 19. März 2019

    Hallo Jens,
    du sprichst mir aus der Seele!

    Liebe freitags streikende Schüler,
    meint ihr wirklich, dass der Klimawandel aufzuhalten ist, wenn wir hier in Deutschland ein paar Kohlekraftwerke abschalten würden? Jetzt laufen sogar noch eure Eltern mit bei den Demos, ich wette, die sind mit dem Familien-SUV her gefahren und haben sich und euch dorthin kutschiert. Genauso, wie sie euch jeden Morgen zu Schule bringen. Wie wäre es mal mit Laufen oder Fahrrad fahren? Das Auto wird selbstverständlich auch täglich für das Einkaufen und für den Urlaub in Italien genutzt, wenn ihr nicht gerade Fernreisen mit dem Flugzeug und/oder dem Kreuzfahrtschiff macht. Habt ihr mal darüber nachgedacht, erst mal euer eigenes Verhalten zu ändern? Schließlich seid ihr die ersten, die aufschreien, wenn ihr euer geliebtes Handy nicht mehr laden könnt, weil gerade kein Wind weht und die Sonne nicht scheint. Wisst ihr eigentlich, wie viel Strom und Ressourcen ihr mit euren ständigen Online-sein verbraucht? Wisst ihr, dass die Server für das Internet auch Strom brauchen? Wisst ihr, wie viel Strom eine einzige Anfrage bei Google kostet und dass man manche Fragen auch durch einfaches Nachdenken beantworten könnte? Nein darüber habt ihr noch nie nachgedacht. Auch nicht darüber, wo eigentlich die Bestandteile eures Smartphones herkommen? Dass Kinder, gleichalt oder sogar jünger als ihr unter widrigsten Umständen, 7 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag ohne Sicherheitsausrüstung illegal in handgegrabenen Minen in Afrika das Coltan und andere Minerale und Metalle abbauen und dabei verletzt werden, sterben oder giftige Stäube oder Dämpfe einatmen. Und das nur, damit ihr die neueste Generation eures Smartphones benutzten könnt, welches ihr nach 2 Jahren Nutzungsdauer wie selbstverständlich wieder wegschmeißt. Eine noch kürzere Lebensdauer haben damit nur noch eure Klamotten, die natürlich immer modisch und voll im Trend sein müssen und daher nur maximal eine Saison durchhalten. Für euch natürlich kein Problem, denn schließlich gibt es bei H&M, Primark und dergleichen massenweise billigste Kleidung. Dass diese auch von Kindern eures Alters genäht wird, die gerne in die Schule gehen können würden, daran denkt ihr nicht. Niemals. Und falls euch doch mal beim Waschen der Zettel mit Made in Bangladesh oder India auffällt, werdet ihr die Augen schließen und es ganz schnell wieder verdrängen. Nein ihr selber seid bestimmt nicht schuld am Klimawandel, das ist nur die Regierung, die dafür sorgt, dass es Konzerne gibt, die Deutschland ein stabiles Stromnetz garantieren. Eure Eltern bezahlen bestimmt für Ökostrom, oder? Also nutzt ihr ausschließlich grünen Strom. Nicht den Atomstrom aus Frankreich. Nein, zu euch kommt natürlich nur der Solar- und Windstrom. Braucht man nicht Silizium für die Herstellung von Solaranlagen? Und Moment mal, ist nicht etwa fast eine Tonne Neodym (ein Selden-Erd-Metall) in dem Generator des Windrades verbaut? Wo kommt das nur her? Es wird noch nicht etwa unter sehr laxen Umweltschutz-Auflagen in China sehr billig abgebaut? Und was ist mit dem Beton und Aluminium der anderen Bauteile und dem Plastik der Rotorblätter? Wo kommt das her und benötigt man etwa Energie für die Herstellung? Die Herstellung von Aluminium ist sehr Energie-intensiv, da hohe Temperaturen für das Schmelzen benötigt werden. Der Beton wird ja mit Zement aus Deutschland hergestellt, das ist doch umweltfreundlich oder nicht? Nun ja, die Transport-Emissionen sind zwar geringer, wenn es aus der Nähe kommt, aber beim Brennen von Kalkstein wird trotzdem CO2 frei gesetzt, da es ja ein Karbonat ist… Hm, so viel zu CO2 neutraler Stromgewinnung… ! Apropos Strom. Der kommt ja schließlich aus der Steckdose. Strommasten will ja schließlich niemand sehen. Und wie kommt der Strom dann von Nord- nach Süddeutschland??? Man verlegt breite Kabelstraßen unter der Erde. Niemand weiß jedoch, wie sich die Wärme, die diese Kabel durch den permanenten Stromdurchfluss abstrahlen, auf die Felder und die Natur auswirkt… Vielleicht können dort ja bald Südfrüchte oder anderes Obst angebaut werden, das ihr heute schon den Winter über im Supermarkt wie selbstverständlich kauft. Niemand von euch will schließlich auf Flugmangos verzichten. Erdbeeren aus Ägypten missen, Trauben aus Südafrika oder Äpfel aus Chile. Beim Honig werdet ihr vielleicht drauf schauen, dass er Bio ist, ob er aus Brasilien kommt interessiert euch nicht. Euer luxuriöses Leben wollt ihr um keinen Preis aufgeben oder wenigstens etwas einschränken. Nein, die anderen, die sollen den Klimawandel stoppen, aber bitteschön ohne, dass ihr euch zu sehr umstellen müsst. Bitte fangt erst mal bei euch selber und eurem eigenen Verhalten an! Und helft mit eurer Energie und eurem Enthusiasmus, wenigstens ein paar kleine Verhaltensänderungen in euren Familien durchzusetzen.
    Danke!

    • Jens
      Mittwoch, 20. März 2019

      Hey Nadine,

      das ist der längste Kommentar, den je jemand auf meinem Blog hinterlassen hat. 😉

      Ich tu mich ein bisschen schwer damit, all das nur an die SchülerInnen zu adressieren.
      Die Themen, die du aufführst, gehen natürlich uns alle an und sind hoch komplex.

      Am Ende kommen wir nicht drumherum: Wir müssen lernen, mit weniger zu leben und
      aufhören, die Welt mit all ihren Schätzen als Selbstbedienungsladen zu begreifen.

      Liebe Grüße

      Jens

      • Lea
        Montag, 1. April 2019

        Indem man Leute verurteilt, ändert man sie in den meisten Fällen sowieso nicht (bzw. bewirkt keine positiven Veränderungen). Natürlich, Bewusstsein schaffen für Dinge, an die ein mancher denkt, ist eine gute Sache, Man sollte dennoch versuchen mit einer positiven Einstellung andere von besseren Lebensweisen zu überzeugen. Und vor allem sollte man sich selbst nicht unterkriegen lassen von all den Dingen die derzeit so schief laufen … Sieh es mal so: In vielen Bereichen kann es nur besser werden.

        Apropos, ganz egal ob du für Ökostrom bezahlst oder nicht, aus der Steckdose kommt fast überall der selbe Strommix. Würde dennoch auch nicht verdrängen, dass Kohle usw. auch unter sehr schlechten Bedingungen abgebaut werden könnte und hier in Deutschland dann möglicherweise verbrannt wird.

  • Benjamin Baer
    Freitag, 26. Juli 2019

    Ja, Kinder, geht mit Vorbild voran fuer uns Erwachsene!

    … Generation X und Boomer sind einfach eine Katastrophe.

  • Tim
    Montag, 2. September 2019

    Eine sehr schöne Liste von Forderungen! Danke erstmal dafür!
    Ich hätte da noch eine Dimension hinzuzufügen: Verzicht – genauer gesagt „relativer Verzicht“.

    Wenn wir „Erden-Verbraucher“ die Erde nicht so schnell verbrauchen wollen – bestenfalls langsamer als sie sich regenerieren kann – dann müssen wir unseren Konsum einschränken – sprich: Verzichten.

    Verzicht fühlt sich aber irgendwie doof an… klar, ein olles Smartphone am Ohr, Klamotten aus der letzten Modeepoche, in den Ferien nur noch bis nach Balkonien und dann auch noch auf Sitzheizung und Subwoofer im Kofferraum verzichten… das macht niemandem Spaß. Verzicht macht nun mal keinen Spaß…

    Aaaaaber es gibt einen Lichtblick, den viele so gar nicht sehen – beim Essen!

    Lustigerweise haben die meisten Menschen die größte Angst vor dem Verzicht auf Fleisch und Käse… „Oh Gott, was kann ich denn dann noch essen? Gras und Steine…? Das könnte ich nicht. Dann lieber forever Fahrrad fahren…“ schallt es uns (vegan lebenden) aus allen Kanälen entgegen…

    Dabei ist das einzige, auf das ihr beim Essen verzichten müsst, die Tatsache, dass für euer Essen Tiere getötet und benutzt werden. Das sollte einem doch prinzipiell ziemlich leicht fallen, oder? Niemand isst Tierprodukte, weil er das Töten so geil findet… Wir essen Tierprodukte, weil wir sie für super lecker, gesund und irgendwie notwendig halten. Wir können uns schlichtweg nicht vorstellen, dass Essen ohne Tiere drin nicht lecker, gesund und mit den notwendigen Nähstoffen ausgestattet sein könnte. Is aber so!

    Hier kommt nämlich die Wissenslücke der meisten Menschen ins Spiel, die die Marketingmaschine der Tierprodukteindustrie uns professionell eingepflanzt hat…

    1.) Ihr werdet es nicht glauben, aber veganes Essen ist lecker! Leckerer sogar als klassische Tierprodukte, denn es gibt viel mehr verschiedene Geschmäcker und Konsistenzen. Es schmeckt außerdem alles viel leichter und bekömmlicher. Es ist einfach nur zum Schlemmen… Und wenn Du schon mal ein Sojaschnitzel getestet hast und das hat dir nicht geschmeckt… egal – teste ein anderes. 99% der veganen Kost sind einfach nur richtig, richtig lecker.

    2.) Ihr werdet es nicht glauben, aber veganes Essen ist gesund! Viel gesünder als Tierprodukte zu essen. Um genau zu sein ist veganes Essen gesund (wenn es nicht nur Pommes und Schokolade ist ;-), und Tierprodukte machen uns krank! Ja sie machen uns krank – Sämtliche Zivilisationskrankheiten – Alzheimer, Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf, Allergien etc. – werden mit Tierprodukten in Verbindung gebracht, während ausgewogene vegane Ernährung teilweise sogar in der Lage ist diese Krankheiten zu lindern und zu heilen. Ist das nicht phantastisch?!

    3.) Ihr werdet es nicht glauben, aber in veganem Essen ist alles drin, was ihr so braucht. Gut, für B12 muss man ab und zu ein Nahrungsergänzungsmittel nehmen, aber wenn wir es nicht direkt nehmen, wird es den Nutztieren verabreicht, um es in den Tierprodukten zu haben. Irgendwie schräg oder? Um an B12 zu kommen müssen klimaschädliche Tiere getötet werden, obwohl man das auch als Tablette kriegen kann…?!

    Die großen Ernährungsgesellschaften der Welt sind sich einig, dass „eine gut geplante (i.e. nicht nur Pommes und Schokolade) vegane Ernährung die gesündeste Ernährung für den Menschen ist.
    97% der Wissenschaftler sind sich einig, dass die Tierprodukteindustrie der größte Faktor für Klimawandel und Umweltzerstörung ist.
    Und Millionen von Veganern auf der Welt hätten schon längst aufgegeben, wenn es nicht irgendwie lecker wäre, oder?!

    Was ich damit sagen will ist:
    – Wenn Du Dein Konsumverhalten reduzieren möchtest (und natürlich musst Du auch das tun), dann ist das nicht immer so leicht durchzuziehen, weil Verzicht und so…
    – Wenn Du aber Deine Ernährung umstellst, verzichtest Du auf nichts außer Leid und Tod. Im Gegenteil Du gewinnst in allen Bereichen dazu: Geschmack, Gesundheit und jede Menge Karma

    Die beste Nachricht daran ist, dass Du mit der Ernährungsumstellung auch noch den effektivsten Schritt hin zu einem Leben machst, was sich besser mit einem endlichen Planeten A verträgt.

    Mein Fazit:

    Fang sofort damit an Deine Ernährung umzustellen! Das ist der einfachste und effektivste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Und gleichzeitig versuche in allen anderen Bereichen so gut es geht zu verzichten.
    Dann wird ein überlebbarer Planet draus.

    Peace!

    • Jens
      Montag, 2. September 2019

      Hey Tim!

      Ein sehr cooles Statement! Danke dir dafür!

      Liebe Grüße

      Jens

  • Arek F.
    Sonntag, 8. September 2019

    Hi Jens,

    absolut richtig. Ich selbst denke, dass sogar der größte Anteil der Veränderung beim Einzelnen liegt. Denn alles was produziert wird, wird auch irgendwo verbraucht und das meiste letztlich vom Endverbraucher.
    Wenn jeder Veganer werden würde, auf Ökostrom wechseln würde, auf Flugreisen und Auto verzichten würde, viel weniger Konsumieren würde, und und und , dann wäre schon der größte Batzen weg. Der Rest wäre dann politisch zu lösen.
    Aber wie soll das funktionieren, wenn selbst die, die es fordern nicht tun.

    Führen durch Vorbild wäre da angesagt.

    Ich für mich mache das bereits, siehe https://youtu.be/bVzR4Dpr1u8

    Ich suche Mitstreiter, die sich mir anschließen. Von der Politik zu fordern, etwas umzusetzen, was im eigenen Verantwortungsbereich liegt, ist geradezu paradox.

    BG

    Arek F.

    • Jens
      Montag, 9. September 2019

      Hey Arek,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke, dass Politik und jede/r Einzelne gleichermaßen gefordert sind.

      Was mich derzeit am meisten derzeit verärgert und verängstigt ist, dass es so wunderbar leicht ist, die Forderungen und Demonstrationen von Fridays for Future super zu finden und
      sich selber dafür auf die Schulter zu klopfen. Daraus ein konkretes Handeln für sich abzuleiten und auch umzusetzen, daran fehlt es dann allerdings in den allermeisten
      Fällen.

      Insofern braucht es sicherlich auch seitens der Poltik deutliche Vorgaben, um entsprechend steuernd auf das Verhalten einzuwirken.

      Liebe Grüße

      Jens

  • Gabi
    Sonntag, 29. September 2019

    Hallo Jens,

    hast du schon mal von Klassismus gehört? Deine Forderungen richten sich an eine privilegierte Mittelschicht. Wer arm ist, kann sich ohnehin keine neuen Smartphones oder fair produzierte Kleidung kaufen, die ihren Preis hat. Ich meine damit auch keine Leute, die sich lieber zehn paar Schuhe bei Deichmann kaufen, als ein paar ordentliche Schuhe, die fair produziert wurden und lange halten. Bei manchen Menschen reicht es nur für ein paar Billigschuhe zweimal im Jahr. Und (sinnlos) in der Gegend rumfliegen, können sich wirklich arme Menschen auch nicht leisten. Die sind froh, wenn es alle paar Jahre mal für einen Billigflug reicht. Es gibt auch Menschen, die überhaupt noch nie verreist sind. Und für das, was ein Bahnticket von Kiel nach München kostet, kann eine fünfköpfige Familie locker den Hin- und Rückflug mit dem Billigflieger zahlen. Arme Menschen können sich auch keine ESS JUU Wiis leisten und auch keinen Kleinwagen. Die sind froh, wenn es für den Bus reicht.

    Ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst, dass du überhaupt Forderugen stellen kannst oder darfst.

    Gabi

    • Jens
      Montag, 30. September 2019

      Liebe Gabi,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.

      Sicher hast du recht, dass eine solche Pauschalkritik nicht auf alle Teilnehmer*innen an den Demos zutrifft.
      Und natürlich ist der Artikel auch ein Stück weit reißerisch. Das ist gewollt und darüber darfst du dich auch gerne empören.

      Natürlich ist die Wirklichkeit komplexer und auch differenzierter zu betrachten. Darüber bin ich mir im klaren.

      Wer an diesen Demos teilnimmt und welchen finanziellen Hintergrund er/sie hat, das werden wir nicht herausbekommen.
      Und auch wer ein geringes Einkommen hat, darf sich und sollte sich verantwortungsvoll verhalten. Warum es leider vielfach
      anders ist und was da genau im Argen liegt, das ist eine komplett andere Debatte.

      Und Forderungen stelle ich übrigens, damit genau über diese Themen mal eine breitere Diskussion geführt wird.
      Insofern noch einmal vielen Dank für deinen Beitrag.

      Liebe Grüße

      Jens

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